Saarschleife
"Une vue splendide...", eine wunderbare Aussicht..., so schrieb der französische Poet Victor Hugo im Jahre 1863 über Deutschlands schönste Flussschleife - die Saarschleife.
"Une vue splendide...", eine wunderbare Aussicht..., so schrieb der französische Poet Victor Hugo im Jahre 1863 über Deutschlands schönste Flussschleife - die Saarschleife.
Wald umgibt die große Saarschleife, wenige Kilimeter von Mettlach. Den besten Blick über die Flußwindung hat man vom Aussichtspunkt Cloef oder der Burgruine Montclair.
- Die Burg Montclair an der Saarschleife
- Das Schloß Ziegelberg bei Mettlach
- Das Schloß Saareck in Mettlach
Als die Saar noch jung war, war sie kaum zu bändigen. Ringsum ging Sie in ihrem Übermut über die Ufer. Bei so einem Spiel passierte es auch, dass die Saar in den Rhein lief. Erst im darauffolgenden Sommer kam sie wieder nach Hause.
Der Ausflug aber war nicht ohne Folgen geblieben. Die junge Saar gebar jedes Jahr ein Mädchen, sieben an der Zahl. Sie erhielten die Namen Liebe, Treue, Güte, Wahrheit, Zufriedenheit, Gerechtigkeit und Geduld.
Wie alle Mütter war auch die Saar sehr stolz auf ihre Töchter und vermachte jeder von ihnen einen Schatz, auf den sie mit ihrem Leben aufpassen mussten. Doch wie es im Leben auch so ist, ging das nicht lange gut und Neid und Missgunst übernahmen die Macht.
Die Saar kam gerade aus Merzig mit ein paar wunderschönen Äpfeln und sah ihre Töchter streiten. Vor lauter Wut, nahm sie ihre Töchter an den Haaren und schleuderte sie gegen die Felsen, eine neben die andere. Sie schimpfte dabei und senkte sich hinab, voller Kummer noch tiefer als sonst. Die sieben Töchter erstarrten zu Jungfrauen aus Stein. Diese Felsen nennt man auch heute noch die sieben Jungfrauen.
Die Jahre zogen vorüber und die lieblichen Gestalten verwitterten und waren kaum noch zu erkennen. Unten rauscht noch immer die Saar vorbei und wenn Sie manchmal nach ihren Töchtern sieht, werden Ihre Augen ganz dunkel.
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