Brennender Berg bei Dudweiler

Eigentlich kein Berg, sondern eine felsige Schlucht – seit über 300 Jahren kokelt im Inneren ein Kohleflöz. Goethe besuchte den Brennenden Berg 1770.

Brennender Berg – Foto: Elya
Foto: Elya · CC BY-SA 3.0

Eigentlich ist der Brennende Berg von Dudweiler gar kein Berg, sondern eine felsige Schlucht inmitten eines Buchenwaldes. Im Innern befindet sich ein in Brand geratenes Kohleflöz, das seit mehr als 300 Jahren still vor sich hin kokelt – und dessen Rauchschwaden aus den Bergspalten austreten.

Bis zum heutigen Tag ist noch immer ungeklärt, wodurch der Brand entstand. Nach alten Überlieferungen soll ein Hirte an einem Baumstock Feuer gemacht und sich dieses dann unter dem Einfluss eines heftigen Windes an den Wurzeln des Baumes hinab in die Tagekohlen und in eine alte Gräberei auf den Flöz gezogen haben.

Am Felsen macht eine schwarze Tafel auf den Besuch von Goethe im Juni 1770 aufmerksam. Die Tafel wurde 1990, 220 Jahre nach dem Goethe-Besuch, vom Stadtbezirk Dudweiler am Fels angebracht.

Der unterirdische Brand zog sich von der Dudweiler Seite während eines Zeitraums von mehr als hundert Jahren über den Berg in Richtung Neuweiler. Anfängliche Löschversuche mit Wasser hatten einen gegenteiligen Erfolg, und nachdem die Alaungewinnung begonnen hatte, war man sogar auf die Erhaltung und Lenkung des unterirdischen Feuers bedacht.

Wenn man an eine Bergspalte heran tritt und die Hand in den austretenden Dampf hält, kann man sich durchaus die Finger verbrennen. Die Intensität ist allerdings heute wesentlich geringer als noch vor einigen Jahrzehnten. Damals, so wird berichtet, brachten Kinder bei Schulausflügen Eier mit, um sie in dem heißen Qualm zu sieden.

Wenn es draußen kälter wird, kann man den Dampf heute noch aus den Bergspalten austreten sehen.

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