Mundart

Saarländischer Dialekt

„Saarländisch" – oder liebevoll Saartanisch – ist eine Mischung aus Rheinfränkisch, Moselfränkisch und französischen Einsprengseln. Hier eine kompakte Einführung.

Zwei Hauptgruppen

Im Norden und Westen des Saarlands wird Moselfränkisch gesprochen (rund um Merzig, Saarlouis, Völklingen). Der Süden und Osten – Saarbrücken, Homburg, Blieskastel – gehört zum Rheinfränkischen. Die Grenze verläuft ungefähr entlang der „dat/das"-Linie: nördlich „dat", südlich „das".

Französische Einsprengsel

Die jahrhundertelange Nachbarschaft mit Lothringen hat den Wortschatz geprägt. Wörter wie Trottoir, Plümmo (Federbett, von plumeau) oder Schässlong (von chaise longue) sind im saarländischen Sprachgebrauch fest verankert.

Mini-Vokabular für Reisende

Saarländisch Hochdeutsch
Unni unten / runter
Owwe oben / rauf
Pärsching Pfirsich
Grumbeere Kartoffeln
Ei jo ja klar / aber ja
Hauptsach gudd gess Hauptsache gut gegessen
Schwätz net so en Babbel Red keinen Unsinn
Es is mer egal Es ist mir egal
Trottoir Bürgersteig (Französismus)
Schluwwe Pantoffeln

Klassische Redensart

„Hauptsach gudd gess, geschafft hammer schnell."
(Hauptsache gut gegessen – gearbeitet haben wir schnell.)

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