Europäischer Kulturpark Reinheim-Bliesbruck
Der kleine Ort Reinheim spielt in der archäologischen Fundgeschichte des Saarlandes eine überragende Rolle.

Der kleine Ort Reinheim spielt in der archäologischen Fundgeschichte des Saarlandes eine überragende Rolle. Die Ausgrabungen umfassen auf der deutschen Seite mehrere keltische Hügelgräber und eine römische Villa. Im benachbarten lothringischen Bliesbruck, ca. 1 km südlich der Villa gelegen, werden schon seit 1972 die Überreste eines Vicus, also einer Kleinstadt aus gallo-römischer Zeit, ausgegraben. Diese Voraussetzungen waren der Anlass für Archäologen und Denkmalpfleger aus Deutschland und Frankreich, ein gemeinsames grenzüberschreitendes Projekt Europäischer Kulturpark zu schaffen (Internet: www.kulturpark-online.de). Der Kulturpark ist inzwischen in großen Teilen schon realisiert, während die Grabungen und die musealen Aufbereitungen immer noch weitergeführt werden. .
Im einzelnen können folgende Teile besichtigt werden.
Das Informationszentrum auf deutscher Seite.
Die keltischen Grabhügel: einer der Hügel ist begehbar, im Inneren wurde das berühmte Fürstinnengrab rekonstruiert. Ein glanzvoller Mittelpunkt des Saarbrücker Museums für Vor- und Frühgeschichte ist das Inventar aus diesem keltischen Fürstinnengrab aus der Früh-Latène-Zeit (ca. 400 v. Chr.). Die Gräber wurden vom keltischen Stamm der Mediomatriker erbaut.
Die Ausgrabungen der Villa: es handelt sich um einen der größten Gebäudekomplexe aus gallo-römischer Zeit, die bisher im Saarland freigelegt wurden.
Die Ausgrabungen im Vicus: Die städtische Handwerkersiedlung erstreckt sich zu beiden Seiten der heutigen Landstrasse. Den vorderen Teil an der Strasse bildete eine von Säulen getragene Arkade, daran schlossen sich rechteckige, teilweise unterkellerte Räume an. Dahinter lagen Innenhöfe mit Herdstellen, daran wiederum schlossen sich Wohnräume mit Hypokaustheizungen an. Am nördlichen Rand der Handwerkersiedlung wurde ein Zentrum für experimentelle Archäologie eingerichtet, wo alte Techniken, z. B. des Töpferns, Mahlens und Backens, demonstriert werden.
Das Museum der Thermen von Bliesbruck: Westlich des Handwerkerviertels lagen die öffentlichen Bäder. Sie nahmen (inkl. Nebengebäude) eine Fläche von ca. 90 x 40 m ein.
Ad-Slot · sightFooter
Mehr in Blieskastel

Saarbrücken
Höckerlinie St. Arnual (Westwall)
700 Meter Westwall-Höckerlinie am Petersberg in Saarbrücken-St. Arnual – letzter Bauabschnitt 1940, heute denkmalgeschützt.

Saarbrücken
Brennender Berg bei Dudweiler
Eigentlich kein Berg, sondern eine felsige Schlucht – seit über 300 Jahren kokelt im Inneren ein Kohleflöz. Goethe besuchte den Brennenden Berg 1770.

Merzig
Schloss Dagstuhl
Das Schloss wurde im 18. Jahrhundert erbaut.